
9. August 2007: Frankfurt - Las Vegas, 10 Stunden Flug, Landung mit Blick auf die aufregendsten Hotels der Welt! 40°C bei angenehmer, trockener Luft. Zahlreiche Limousinen warten auf uns, natürlich können wir uns das nicht entgehen lassen. Wir teilen uns eine Limo mit anderen Deutschen aus dem Flugzeug, der Preis ist kaum höher als für ein Taxi. Vier Wochen USA, wir kommen!
20 Minuten und etwa 30 Hotels später wird uns die Wagentüre vor unserer Unterkunft der nächsten 48 Stunden geöffnet, dem Stratosphere Tower. Die 3 Sterne sehen sehr viel mehr nach 4 aus - zumindest wenn man sie mit deutschen vergleicht. Ein unglaubliches Feeling! Zum ersten Mal in den USA, und dann gleich sowas! Las Vegas heißt seine Besucher wirklich willkommen.
Inhalt: Las Vegas - Hoover Dam - Grand Canyon - Mesa Verde - Canyonlands - Natural Bridges - Capitol Reef - Bryce Canyon - Grand Teton - Yellowstone
Las Vegas (2 Tage)
Zu unserem Zimmer mussten wir uns zunächst zwischen den zahlreichen Spielautomaten vorarbeiten. Danach der Jetlag, man legt sich nur kurz aufs Bett um sich nach dem Stress der letzten 90 Minuten zu erholen - und ist weg. Wenige Stunden später konnten wir uns dann, etwas zu spät, aufraffen und wenigstens das Hotel und Swimmingpool besichtigen. Für mehr hat es dann aber auch nicht mehr gereicht.
Am nächsten Tag sind wir dann früher aufgestanden und haben zum ersten Mal amerikanisches Frühstück beim McDonnalds probiert, da möcht ich jetzt besser nicht dran denken. ;-) Danach ging die Tour durch die Stadt los, natürlich zu Fuß. Las Vegas bietet zwischen Downtown und Strip eine sehr gute Anbindung per Bus, innerhalb dieser Bezirke lohnt es sich aber selten diesen zu nutzen. Wenn man Hotels besichtigen geht, sollte man unbedingt einen Pullover oder eine dünne Jacke mitnehmen. Die Außentemperatur liegt zwar bei etwa 40°C, die klimatisierten Hotels dagegen schätze ich auf nur 17°C. Nach etwa der hälfte des Strips (Las Vegas Boulevard mit den bekanntesten Hotels) haben wir uns dazu entschlossen umzudrehen und den Rest an einem anderen Tag anzuschauen.
Da wir uns lediglich vorgenommen haben einige Nationalparks und bekannte Städte anzuschauen, nicht aber näher geplant haben wie wir uns fortbewegen werden, haben wir uns auf dem Rückweg bei einer Autovermietung nach deren Preisen erkundigt. Anders als wir dachten hat das Land kaum öffentliche Verkehrsmittel und es ist ohne Mietwagen kaum möglich sich von Nationalpark zu Nationalpark fortzubewegen. Am Abend im Hotel haben wir dann festgestellt, dass wir die Wahl haben die nächsten 4 Wochen in Las Vegas zu verbringen, oder einen überteuerten Mietwagen zu holen und unsere Pläne zu verwirklichen (Allein der Zuschlag für unter 25-jährige liegt bei $25 pro Tag). Wir erstellten einen groben Plan und stellten fest, dass wir in 7 Tagen die wichtigsten Nationalparks besichtigen könnten.
Am nächsten Tag, nach dem Check-Out, standen wir dann ohne großen Plan, aber mit unseren zwei Rucksäcken vor dem Hotel und berieten uns, was wir nun tun sollten. Wir beschlossen zur Busstation zu laufen, vergassen aber, dass wir kaum Wasser dabei hatten, die Station aber mehr als eine Stunde entfernt liegt. An der Station angekommen mussten wir feststellen, dass die Busrouten uns absolut nicht zusagen. Außerdem ist auch die Gesellschaft, die an dieser Station auf den nächsten Bus wartet alles andere als angenehm.
Kurze Zeit später haben wir dann am Golden Nugget Hotel eine nette Dame kennengelernt die für eine Autovermietung arbeitet. Zahlreiche Hotels in Las Vegas haben direkt an der Rezeption einen Schalter für eine der bekannten Autovermietungen um es den Gästen zu erleichtern den in dieser Stadt so begehrten Mietwagen abzuholen und auch wieder abzugeben. Der angebotene Preis für 7 Tage Mietwagen war alles andere als günstig. Nach ein wenig Verhandeln konnten dann aber diverse Rabatte gewährt werden, was den Mietwagen bezahlbar, aber noch immer stark überteuert machte. Später haben wir festgestellt, dass der Preis bei Onlinebuchung bis ca. 24h vor Abholung maximal halb so hoch ist.
Egal, wir hatten nun endlich einen Mietwagen - und dank kostenlosem Upgrade auch noch einen richtig Schicken dazu - den Infiniti FX 35 SUV mit 280 PS - ein Auto von dem ich seither schwärme.
Hoover Dam (Eine Stunde)
Auf dem Weg zum South Rim vom Grand Canyon liegt der Hoover Dam, was wohl der bekannteste Staudam der Welt ist. Er bietet die Möglichkeit entweder einen kurzen Stop zwischen Nevada, Arizona und zwei Zeitzonen zu machen und dabei ein beeindruckendes Bauwerk zu bestaunen oder auch eine geführte Tour zu unternehmen, wofür wir aber keine Zeit hatten.
Grand Canyon (7 Stunden)
Nach dem Hoover Dam haben wir es nicht mehr ganz bis zum Grand Canyon geschaft, dafür haben wir aber auf die schnelle ein Motel gefunden, was, wie wir dann später zum Glück feststellen durften, in den USA überhaupt kein Problem ist. Es gibt sie in jeder Stadt in großer Anzahl.
Am nächsten Morgen sind wir dann sehr früh aufgestanden um bis zum Sonnenaufgang am Canyon zu sein. Auf der ca. 1,5-stündigen Fahrt haben wir feststellen müssen, weshalb man in diesem Land besser nicht vor Sonnenaufgang Auto fahren sollte. Zahlreiche Tiere überquerten nicht nur die Straße, sie haben es sich auf dieser auch teilweise bequem gemacht und sie blockiert. Dennoch ein weiteren beeindruckendes Erlebnis. :-)
Am Canyon angekommen sind wir dann kurz vor Sonnenaufgang und hatten noch genug Zeit um uns eine gute Aussicht zu sichern. Der Sonnenaufgang am Grand Canyon ist absolut faszinierend. Wir haben uns nur schwer davon trennen können, ein Foto nach dem anderen zu schießen. Die nächsten paar Stunden haben wir genutzt um am Canyon entlang zu laufen, haben aber schnell festgestellt, dass wir an diesem Tag nicht mehr alzu viel tun können. Hätten wir es früher gewusst, dann wären wir vermutlich vor Sonnenaufgang auf Wanderung in den Canyon gegangen. Dies ist dann später aufgrund der Hitze nicht mehr möglich. Vielleicht nächstes mal?
Mesa Verde (1 Tag)
Noch am selben Tag sind wir bis kurz vor den Mesa Verde Nationalpark gefahren und haben auch dort direkt ein günstiges Motel gefunden. Die Fahrt zwischen diesen beiden Parks macht richtig laune, da die Gegend dazwischen sehr trocken und wüstenartig aussieht, etwas was man aus Deutschland gar nicht kennt.
Am nächsten Morgen sind wir erneut früh aufgestanden und haben uns auf den Weg in den Park gemacht, auch hier eine faszinierende Strecke.
Das Gebiet des Mesa Verde Nationalparks wurde früher von den Ureinwohnern bewohnt. Sie bauten ihre Hütten an den Klippen um sowohl von Wind und Wetter, als auch von Angreifern geschützt zu sein. Letztere konnten wegen den Klippen nur von einer Seite kommen. Die Bauwerke sind teilweise bis heute erhalten. Es gibt verschiedene Scenic Roads, die man mit dem Auto befährt und an verschiedenen Stellen anhält um Besonderheiten zu besichtigen. Des Weiteren gibt es Wanderwege in verschiedenen Längen und Schwierigkeitsgraden. Wir haben versehentlich den Falschen gewählt und sind anstatt 20 Minuten erst nach etwa 3 Stunden zurück gekommen - und hatten nur geringfügig Wasser dabei. Leute, wenn ihr Wandern geht, nehmt immer ausreichend Wasser mit, sowas kann auch mal in die Hose gehen. Der lange Wanderweg war vermutlich der interessanteste, den ich auf dieser Reise gelaufen bin. Atemberaubende Aussichten belohnten uns für den versehentlichen Spaziergang. Wenn ihr in der Nähe seid, geht auf jeden Fall in diesen Park, es lohnt sich!
Fortsetzung folgt ...
Part 2: Las Vegas 2 - Redwood - San Francisco - Los Angeles - SeaWorld San Diego - Six Flags Magic Mountain - Death Valley - Las Vegas 3